Vision und Mission
Die NORMA Group hat im Geschäftsjahr 2024 ihr Vision- und Mission-Statement neu formuliert und dies im Geschäftsjahr 2025 im Zuge der Veräußerung des Geschäftsbereichs Water Management differenziert.
„We join forces to provide superior solutions for a sustainable future.“ Diese Vision unterstreicht das Bestreben des Konzerns, gemeinsam an innovativen Lösungen für eine nachhaltige Zukunft zu arbeiten. Die Fähigkeit, sich schnell und flexibel an die sich ändernden Kundenanforderungen sowie die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen anzupassen, ist hierbei ein wesentlicher Erfolgsfaktor.
Entsprechend wurde die Mission ebenfalls um Water Management reduziert: „Driven by passionate collaboration and global excellence, we add value as the reliable partner for mission-critical solutions in Industry Applications and Mobility & New Energy.“
Die NORMA Group fokussiert sich im Rahmen der Vision und Mission darauf, die Transformation zu einem „Industrial Powerhouse“ zu vollziehen.
Das Zielbild der 2025 begonnenen globalen Transformation ist: Die NORMA Group stellt sich als „Industrial Powerhouse“ auf, das heißt als fokussierter Zulieferer für Verbindungstechnologie mit Zielkunden in den Bereichen Industry Applications und Mobility & New Energy. Sie differenziert sich von ihren Wettbewerbern als Anbieter innovativer, hochentwickelter Lösungen. Dazu gehört einerseits der konsequente Ausbau des Geschäfts von Industry Applications – sowohl organisch als auch durch Zukäufe. Dafür investiert die NORMA Group in Innovationen und nutzt Chancen, die der Markt bietet. Andererseits sollen im Bereich Mobility & New Energy bestehende Stärken genutzt werden, um einträgliche Margen zu erzielen. Zwischen den beiden Geschäftseinheiten Industry Applications und Mobility & New Energy bestehen hohe Synergien, die sich in der neuen Konstellation noch besser nutzen lassen. Der Industrial-Powerhouse-Ansatz soll die Fokussierung hin zu einem Lösungsanbieter verdeutlichen, der über das Distributionsgeschäft hinaus vor allem auch Erstausrüster (OEM-Kunden) im Direktgeschäft mit kundenspezifisch ausgelegten Produkten versorgt. Hierzu können beispielsweise Lösungen für stationäre Batteriespeicher, Datenzentren, Wärmepumpen oder auch „Weiße Ware“ gehören.
Die Mission der NORMA Group zielt darauf ab, als verlässlicher Partner vertrauensvolle Beziehungen zu Stakeholdern aufzubauen, die Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz mit relevanten funktionskritischen Produkten und Lösungen zu fördern und aktuelle globale Megatrends zu adressieren.
Die Vision, Mission und damit auch die Fokussierung auf das „Industrial Powerhouse“ stehen im Einklang mit der zentralen Zielsetzung des Konzerns: der Wertsteigerung.
Wertsteigerung
Zentrale strategische Zielsetzung der NORMA Group ist ein nachhaltiges profitables Unternehmenswachstum. Der Konzern zielt auf eine Profitabilität oberhalb des Branchendurchschnitts und einen effizienten Einsatz des Konzernkapitals ab. Dabei verfolgt die NORMA Group einen stakeholderorientierten Ansatz. Dieser richtet sich gleichermaßen nach den Erwartungen der Kunden hinsichtlich innovativer, verlässlicher und wertschaffender Lösungen, den finanziellen Interessen der Aktionärinnen und Aktionäre, den Bedürfnissen der Belegschaft und den Belangen der Lieferanten. Grundlegende Voraussetzung, um den vielfältigen Anforderungen der externen Interessengruppen gerecht zu werden, ist eine motivierte und kompetente Belegschaft. Die NORMA Group verfolgt das Ziel, sich als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren. Gleichzeitig sieht es das Unternehmen als wesentlichen
Aspekt ihrer unternehmerischen Verantwortung, die Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit mit den Erwartungen und Bedürfnissen der Gesellschaft in Einklang zu bringen. So gelten bei sämtlichen unternehmerischen Entscheidungen die Prinzipien einer verantwortungsvollen Unternehmensführung und nachhaltigen Handelns. Corporate Responsibility (CR) – die Verantwortung der NORMA Group gegenüber Mensch und Umwelt – stellt für den Vorstand daher einen integralen Bestandteil der Unternehmensstrategie dar. Weitere Informationen hierzu finden sich im Kapitel NICHTFINANZIELLE KONZERNERKLÄRUNG, Abschnitt SBM-1 – STRATEGIE, GESCHÄFTSMODELL UND WERTSCHÖPFUNGSKETTE.
Die Strategie zur langfristigen Wertsteigerung der NORMA Group basiert auf den nachfolgenden wesentlichen Zielsetzungen und strategischen Maßnahmen:
Profitables Wachstum
Oberstes Ziel der NORMA Group ist die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes. Daher steht der fortwährend profitable Ausbau der Geschäftstätigkeiten im Vordergrund. Durch die kontinuierliche Ausweitung von Anwendungslösungen bei Bestandskunden und die Identifizierung und Gewinnung neuer Kunden werden die Geschäftsaktivitäten erweitert und die internationale Präsenz zunehmend gestärkt. Kern der Wachstumsstrategie der NORMA Group sind dabei die selektive Ergänzung des Produktportfolios, die Erweiterung der regionalen Präsenz sowie der Ausbau der Marktposition in den Endmärkten Industry Applications und Mobility & New Energy. Bei der Identifizierung ihrer Geschäftsfelder legt die NORMA Group einen Fokus auf Märkte mit attraktiven Margen, anspruchsvollen Produkten, stark wachsenden Umsatzpotenzialen sowie einer fragmentierten Wettbewerbsstruktur. Globale Megatrends wie der Klimawandel erhöhen den Bedarf nach emissionsarmen Technologien. So soll im Besonderen die Fokussierung auf das Industrial Powerhouse dazu beitragen, dass die NewNORMA ihr profitables Wachstum stärker ausbauen kann.
Selektives Produktportfolio
Die technologischen Anforderungen an die Endprodukte der NORMA Group verändern sich fortlaufend. In nahezu jedem Industriezweig spielen dabei das zunehmende Umweltbewusstsein, die Ressourcenknappheit und der wachsende Kostendruck – weiter verstärkt durch die insgesamt gestiegenen Energiekosten – eine große Rolle. Hinzu kommen verbindliche Vorgaben des Gesetzgebers, die sich insbesondere in der Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie durch strengere Emissionsvorschriften oder besondere Anforderungen an die eingesetzten Materialien verschärfen. Damit einher geht auch der zunehmende technologische Wandel weg vom herkömmlichen Verbrennungsmotor hin zu alternativen Antriebstechniken. Daneben wird die Produktstrategie der NORMA Group auch durch den Klimawandel und die in wesentlichen Industrien wachsende Regulierungsdichte im Umweltrecht beeinflusst. Darin sieht die NORMA Group vielfältige Chancen, um einerseits von gegenwärtigen globalen Megatrends und andererseits den regulatorischen Entwicklungen profitieren zu können. Hierzu zählt unter anderem der Bereich Dekarbonisierung. Damit zusammenhängend sind Entwicklungen im Bereich der Energiewende und das Anwendungsfeld der alternativen Energiegewinnung und -speicherung zu betrachten. RECHTLICHE UND REGULATORISCHE EINFLUSSFAKTOREN Diese Rahmenbedingungen bilden den Ausgangspunkt bei der Entwicklung neuer Produkte. Die NORMA Group fokussiert sich dabei auf wertsteigernde Lösungen, die ihre Kunden bei der Reduktion von Emissionen, Leckagen, Gewicht, Raum und Montagezeit unterstützen. Ein wesentlicher Fokus liegt dabei auch auf dem Bereich des Thermomanagements von Fahrzeugen. Um den mit jedem neuen Produktionszyklus steigenden Anforderungen der Kunden gerecht zu werden, spielen Innovationen eine entscheidende Rolle. Daher investiert die NORMA Group intensiv und stetig in die Entwicklung neuer Produkte sowie die Optimierung bestehender Prozesse und Systeme. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Ergänzung des organischen Wachstums durch wertsteigernde Akquisitionen
Mithilfe gezielter Akquisitionen trägt die NORMA Group zur Stärkung des Wachstums und zum Ausbau ihres Geschäfts bei. Unternehmenszukäufe sind daher ein wichtiger Bestandteil der langfristigen Wachstumsstrategie. Dies gilt insbesondere für die strategische Geschäftseinheit Industry Applications. Im Fokus der M&A-Aktivitäten stehen Unternehmen, die dazu beitragen, die strategischen Ziele der NORMA Group zu realisieren, die Wettbewerbsposition zu stärken und/oder Synergien zu erwirtschaften. Die Erhaltung des Wachstums und der hohen Profitabilität spielen dabei ebenso eine zentrale Rolle.
Strategische Wachstumsinitiativen
Mit der Unterzeichnung des Vertrags zum Verkauf des Geschäftsbereichs Water Management am 23. September 2025 vollzieht die NORMA Group in ihrer Geschäftstätigkeit eine Fokussierung auf ihr traditionelles Kerngeschäft der Verbindungsprodukte. Die durch den Verkauf freiwerdenden finanziellen Ressourcen sollen genutzt werden, um die Marktposition in der strategischen Geschäftseinheit Industry Applications auszubauen und bei Mobility & New Energy zu stärken.
Die spezifischen Wachstumsinitiativen der strategischen Geschäftseinheiten gestalten sich dabei wie folgt:
Bei Industry Applications liegt der Fokus auf der Maximierung von Marktchancen und der Profitabilität durch Schärfung des Angebots. Im Besonderen wird hier der Wandel vom Produktlieferanten zum Lösungsanbieter anvisiert – sowohl in bestehenden als auch in neuen Märkten. Dabei soll das Direktgeschäft mit Erstausrüstern und deren spezifischer Bedarf nach hochentwickelten Produkten und Lösungen verstärkt in den Fokus der Geschäftsaktivitäten rücken. Weitere Schritte dahingehend wurden im Geschäftsjahr 2025 erfolgreich unternommen. Das traditionelle Handelssegment, das heißt der Vertrieb über Handelsvertreter und Großhändler, bleibt unverändert eine wesentliche Säule während der Transformation. Dafür sind fortgesetzt ein aktives Portfoliomanagement sowie eine strategisch ausgerichtete Markenstrategie erforderlich. Auch sollen die E-Commerce-Initiativen gestärkt und das Handelsgeschäft damit gefestigt werden. Ein gezielter Einsatz von Ressourcen und Kapazitäten sowie flexible Produktionseinrichtungen sind hierbei entscheidend, um die individuellen Bedürfnisse der diversen Kunden in der strategischen Geschäftseinheit Industry Applications gezielt zu adressieren und den Bereich damit sukzessive auszubauen.
Die Aktivitäten der Geschäftseinheit Mobility & New Energy sollen global gestärkt werden. Gleichzeitig ist es das Ziel der NORMA Group, eine führende Marktposition in allen Regionen durch eine stetige Verbesserung der Kostenstrukturen zu erzielen und zu verteidigen. Dies soll eine optimierte Positionierung bereits im Markt bestehender Produkte ermöglichen. Des Weiteren stellt sich die NORMA Group entsprechend auf, um den gegenwärtigen Marktunsicherheiten und sich daraus ergebenden Tendenzen mit geeigneten Maßnahmen flexibel zu begegnen. Dafür erforderlich ist ein umfassendes Verständnis der sich stetig wandelnden Marktanforderungen, insbesondere aber auch Agilität und Flexibilität, um Kundenbedürfnisse und -erwartungen gezielt zu bedienen. Dafür werden Prozesse und Verfahren stetig weiter standardisiert und automatisiert sowie Innovation entsprechend den Kundenerwartungen vorangetrieben. Dabei fokussiert sich der Konzern auf ausgewählte, margenstarke Geschäfte, die den heutigen und künftigen Anforderungen ihrer Kunden gerecht werden. Der Bereich Elektromobilität stellt dabei unverändert einen wesentlichen Zukunftsmarkt der NORMA Group dar, den das Unternehmen bereits seit mehr als einem Jahrzehnt adressiert. Damit sieht sich die NORMA Group gut aufgestellt, um von künftigen Entwicklungen profitieren zu können.
Die Erreichung der hier dargelegten Wachstumsinitiativen wird aktiv durch das Mitte 2023 implementierte „Step Up“-Programm unterstützt.
Globale Transformation zum fokussierten „Industrial Powerhouse“ gestartet
Das Zielbild der 2025 begonnenen globalen Transformation ist: Die NORMA Group stellt sich als „Industrial Powerhouse“ auf, das heißt als fokussierter Zulieferer für Verbindungstechnologie mit Zielkunden in den Bereichen Industry Applications und Mobility & New Energy. Sie differenziert sich von ihren Wettbewerbern als Anbieter innovativer, hochentwickelter Lösungen. Dazu gehört einerseits der konsequente Ausbau des Geschäfts von Industry Applications – sowohl organisch als auch durch Zukäufe. Dafür investiert die NORMA Group in Innovationen und nutzt Chancen, die der Markt bietet. Andererseits sollen im Bereich Mobility & New Energy bestehende Stärken genutzt werden, um einträgliche Margen zu erzielen. Zwischen den beiden Geschäftsbereichen Industry Applications und Mobility & New Energy bestehen hohe Synergien, die sich in der neuen Konstellation noch besser nutzen lassen. Infolgedessen soll die NORMA Group mittelfristig eine zweistellige bereinigte EBIT-Marge erzielen.
Mit der Transformation zum Industrial Powerhouse will die NORMA Group ihre Wettbewerbsfähigkeit zukünftig sichern und somit die Rückkehr auf einen langfristig erfolgreichen Wachstumskurs ermöglichen.
Die dafür beabsichtigten Maßnahmen lassen sich im Wesentlichen in drei Blöcke gliedern:
•Effizientere Organisation
•Einsparungen auf der Sachkostenebene
•Optimierung der globalen Standortlandschaft
Für die Implementierung und Umsetzung der geplanten Maßnahmen aus dem Transformationsplan wird mit einem kumulierten Gesamtkostenvolumen in einer Bandbreite von rund EUR 54 Mio. bis rund EUR 61 Mio. bis zum Jahr 2028 gerechnet.
Demgegenüber werden die Maßnahmen ab dem Jahr 2025 zu Kosteneinsparungen führen, die über die Folgejahre bis 2028 global eine Bandbreite von rund EUR 82,5 Mio. bis rund EUR 91,5 Mio. erreichen.
Der Transformationsplan beinhaltet damit grundsätzlich Maßnahmen, die über das im Sommer 2023 eingeführte „Step Up“-Programm hinausgehen. Als Teil der globalen Transformation wird „Step Up“ daher als kontinuierliches Verbesserungsprogramm fortgeführt.
Wachstums- und Effizienzprogramm „Step Up“
Die NORMA Group hat das Wachstums- und Effizienzprogramm „Step Up“ eingeführt, um das operative Geschäft hinsichtlich Effizienz, Produktivität und profitablen Wachstums zu verbessern. Das Programm umfasst Maßnahmen zur Umsetzung der Wachstumspläne in den strategischen Bereichen Industry Applications und Mobility & New Energy sowie zur Steigerung der operativen Leistungsfähigkeit. Ressourcen, etwa in der Forschung und Entwicklung, sollen gezielt für den größtmöglichen wirtschaftlichen Effekt eingesetzt werden. Die Umsetzung der Maßnahmen wird kontinuierlich nachverfolgt, stets mit klarer Ausrichtung auf die Kundenbedürfnisse.
Die Maßnahmen im Bereich
Operational Efficiency
zielen darauf ab, interne und externe Abläufe zu verbessern und auf nachhaltig profitables Wachstum auszurichten. Im Fokus stehen optimierte und global vereinheitlichte IT‑Systeme, die Reduzierung von Komplexität sowie eine höhere Lieferfähigkeit bei gleichzeitig niedrigen Lagerbeständen und kürzeren Reaktionszeiten. Um dies in allen Bereichen des Supply‑Chain‑Managements zu erreichen, hat die NORMA Group eine SCM‑Transformation gestartet. Sie umfasst Verbesserungen im Lieferservice, niedrigere Logistikkosten – insbesondere für Frachten – sowie optimierte Bestandsniveaus. Dazu werden die SCM‑Organisation weiterentwickelt, Mitarbeitende geschult und Material‑ sowie Informationsflüsse in der Lieferkette verbessert.Unter Growth werden die Wachstumspläne der strategischen Geschäftseinheiten gebündelt. Die Ausrichtung an den Geschäftseinheiten soll stärker in der Organisation verankert und ihnen mehr Autarkie gegeben werden – etwa durch mehr Kundennähe und die Verlagerung von Wachstums‑ und Investitionsentscheidungen in die Einheiten. Dadurch können Chancen schneller genutzt und Kundenanforderungen gezielter berücksichtigt werden. Bei Industry Applications soll Wachstum vor allem durch den Ausbau stabiler Geschäftsfelder erreicht werden. In Mobility & New Energy konzentriert sich die NORMA Group auf Umsatzpotenziale im Bereich alternativer Antriebsformen – etwa batterieelektrischer und wasserstoffbasierter Fahrzeuge – sowie auf innovative Lösungen zur Erfüllung strengerer Emissionsvorgaben.
Legende
Diese Inhalte sind Teil des nichtfinanziellen Konzernberichts und unterlagen einer gesonderten Prüfung mit begrenzter Sicherheit („limited assurance“).